Hauptsache heimtückisch: Das Handwerk eines Krimi-Autors lässt sich lernen – mit der richtigen Anleitung

Hamburg, 19.05.2008. Wer kennt sie nicht, die kleinen Mordfantasien im Alltag? Der garstige Nachbar, mit dem Spaten erschlagen oder die ungeliebte Kollegin, mit dem Brieföffner heimtückisch erdolcht. Fehlt noch ein Ermittler, ein paar falsche Spuren, die fieberhafte Suche nach dem Täter  - und fertig ist das Grundrezept für einen spannenden Krimi. Doch wie viele gute Krimi-Ideen enden lediglich als Manuskript-Leiche in der Schublade bzw. in den Archiven des Computers? Die Schule des Schreibens wollte es wissen und startete deshalb den Krimi-Wettbewerb „Seien Sie heimtückisch – entdecken Sie Ihr Mordstalent“. Aufgerufen wurden alle ambitionierten Krimi-Schreiber, auch Schreibanfänger, ihrer Mordlust einmal freien Lauf zu lassen. Die besten Krimi-Ideen wurden jetzt prämiert.

Der Weg zum Krimi-Autor: Nicht nur mit Leichen gepflastert
Eine Staatsanwältin stirbt auf einer Schönheitsfarm unter ihrer Schlammmaske, ein bekannter Kardiologe erleidet einen mysteriösen Herzanfall, ausgerechnet auf einem internationalen Herzkongress. Unfall, Mord? Die literarische Blutspur des schreibenden Krimi-Nachwuchses zieht sich vom politischen Meuchelmord bis zum klassischen Hass- und Eifersuchtsmotiv. Dass der Weg zum Krimi-Autor nicht nur mit Leichen gepflastert ist, weiß Oliver Buslau, Jury-Mitglied und Krimi-Autor, aus Erfahrung: „Krimis erfordern eine Menge schriftstellerisches Können. Die Handlung muss logisch, spannend und originell sein, man muss interessante Figuren entwickeln und darf in keiner Sekunde langweilen“.

Für Birgit Kofler-Bettschart, die erste Preisträgerin des Wettbewerbs und Krimi-Debütantin, ist nun der erste, oft langersehnte Schritt in Richtung professionelle Krimi-Autorin getan.  Als Hauptgewinn winkt ihr zusammen mit vier anderen Siegern des Wettbewerbs ein Intensiv-Krimi-Seminar beim Krimi-Experten Oliver Buslau. Dort lernen die frisch gekürten „Mordstalente“, ihre Ideen bis zum gedruckten Krimi weiterzuentwickeln. Die fertigen Krimis sollen später in einer Anthologie veröffentlicht werden. „Das ist eine tolle Herausforderung“, freut sich Birgit Kofler-Bettschart, „ich bin jetzt hoch motiviert, aus meiner Idee einen spannenden Krimi zu machen, den man nicht mehr aus der Hand legen mag.“

Doch wie schaffen es Autoren, ihre Leser von der ersten Zeile an zu fesseln? Alles nur Talent? „Nein, keineswegs“, verrät Oliver Buslau. „Georges Simenon, der berühmte Erfinder des Kommissars Maigret hat zwar einmal gesagt: ‚Alles, was man für einen Krimi braucht, ist ein guter Anfang und ein Telefonbuch, damit die Namen stimmen’. Aber ganz so einfach ist es doch nicht. Krimi schreiben erfordert viel Handwerk und Schreibtechnik - beides kann man lernen.“ Krimi schreiben zählt auch an der Schule des Schreibens zu einem der beliebtesten Bausteine in ihren Lehrgängen zum kreativen Schreiben. Hier lernt der Schriftsteller-Nachwuchs, den Leser mit einem packenden Einstieg in die Geschichte zu ziehen oder einen Plot auszuarbeiten, der hieb- und stichfest gegen jede Art von Leserzweifel ist.

Für etliche Teilnehmer hat sich die Investition in das Schreibstudium schon ausgezahlt: Ingrid Schmitz, ehemalige Teilnehmerin des Fernlehrgangs „Große Schule des Schreibens“ veröffentlicht heute erfolgreich Krimis. Kürzlich ist ihr neuer Krimi-Band „Pizza, Pasta und Pistolen – mörderische Geschichten mit Rezepten“ erschienen. Schreiben ist zu ihrem Hauptberuf geworden – dank der Schule des Schreibens. Hier hat sie übrigens auch gelernt, dass Telefonbücher tatsächlich nützliche Arbeitsinstrumente sind – als Inspiration für die Namen ihrer Krimi-Figuren.

Details zum Krimi-Wettbewerb sowie die Namen und prämierten Texte der Siegerinnen und Sieger sind unter www.mordstalent.de veröffentlicht.

Die Schule des Schreibens an der Hamburger Akademie für Fernstudien ist ein Unternehmen der Klett-Gruppe. Das Angebot umfasst sechs verschiedene Schreiblehrgänge – von der Großen Schule des Schreibens über Belletristik bis hin zu Werbetexten und Journalismus – sowie einen kostenlosen Lektoratsdienst für Teilnehmer. Alle Lehrgänge sind durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) geprüft und zertifiziert.

 

 

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