9.10.2009

 

Gabriele Voigt lebt in ihren Geschichten

Steckenborn. Gabriele Voigt arbeitet in einem Discounter in Simmerath. Vor ihrer Spätschicht oder nach getaner Arbeit aber widmet sie sich ihrem ungewöhnlichen Hobby. Darin geht sie auf, darauf freut sie sich. Gabriele Voigt schreibt Alltagsgeschichten. Mal kurz, mal lang, oft mit einer tragischen Komponente, aber immer mit einem guten Ende.

«Wenn ich schreibe, kann ich aus dieser Welt in die Geschichten entfliehen», sagt Voigt. Ihre Ideen zieht die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern aus Träumen und alltäglichen Situationen. Und so brachte auch ein Albtraum Voigt zum Schreiben.

Mit Kuli und Schreibblock ausgerüstet, hat sie vor 12 Jahren ihre ersten Schritte gemacht. Herausgekommen ist ein 150 Seiten langer Roman, in dem sie ihren Traum verarbeitet und drum herum eine Geschichte strickt.

An der «Schule des Schreibens» hat Voigt in einem einjährigen Fernstudium die Grundlagen der Schriftstellerei erlernt. «Gerade von einer Verkäuferin erwartet man das nicht, da gibt es viele Vorurteile», weiß Voigt. Seit 2003 lebt die Berlinerin in Steckenborn. Die Liebe hat die 47-Jährige dorthin verschlagen.

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