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Leben mit Leidenschaft

Gewinner der Runde 1/2015

Für die erste Runde des Genre-Wettbewerbs sollten Geschichten oder Erzählungen, die sich mit den Themen Leben, Alltag, Liebe, Familie, Abenteuer oder Schicksal befassen, eingereicht werden. Über 100 Geschichten haben uns erreicht!

Hier lesen Sie die drei prämierten Geschichten! Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

1. Preis

Barbara Preg

für "Die Blaumeise"

Urteil der Jury:

Diese Geschichte hat literarische Qualität: Dem Charakter der Figur entsprechend hat sich die Erzählerin für eine kühle, langsame und überaus ruhige Wiedergabe entschieden. Das lässt Raum für genaues Hinschauen, viele kleine Details, die alle Bedeutung haben. Nichts ist überflüssig. Barbara Preg deutet die wenigen Handlungen nur an, lässt aber ein gutes Stück Leben, eine Entwicklung erkennen, die bis zu diesem Punkt geführt hat: Eine schmerzliche Wiederbegegnung, aufflackernde Hoffnung, dann Verzicht. Der Schluss ist wohl zu ahnen, dennoch bleibt es spannend. Tempowechsel, Frage, Konflikt ... Der Autorin gelingt eine melancholische und wunderschöne Geschichte!

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

2. Preis

Regine Umbach

für "Bis gestern"

Urteil der Jury:

Ein starker, sinnlicher Einstieg. Die Erläuterung folgt. Nahaufnahme, dann Objektiv auf! Regine Umbach zieht ihre Leser gekonnt in die Geschichte hinein. Sie beschreibt, wie sich Bürgerkrieg für eines der Opfer anfühlt, was es mit dem Mädchen Shirin anstellt. Sie tut das unverhüllt, beinahe sachlich. Deshalb fühlt man mit, fühlt sich aber nicht angefasst. Da ist eine Grenze, die nicht überschritten wird. Die Bilder sieht man fast täglich im Fernsehen - die Autorin gibt ihnen Individualität. Der Schluss aber ist versöhnlich. Der erzählerische Kreis wird perfekt geschlossen, weil die Empfindung vom Einstieg wieder aufgenommen wird und die Lösung liefert. Das Originelle an dieser Geschichte ist die Verwandlung einer sinnlichen Wahrnehmung ins Symbolische. Und das hält die Autorin hervorragend durch.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

3. Preis

Katrin Lange

für "Stippvisite in der Normalität"

Urteil der Jury:

Starke Gefühle zu schreiben ist eine der schwierigsten Aufgaben für einen Autor: Wie macht man das, verdammt? Nicht zu viel, bloß nicht kitschig, welche Vokabeln gehen - oder doch lieber zeigen, mit Körpersprache und Aktionen? Katrin Lange traut sich und sie hält es simpel: Momentaufnahme mit Wut, Enttäuschung, Selbstmordgedanken. Und diese Gefühle beschreibt sie so, dass man sie wieder erkennt. Einfach und wahr. Dann der Rückblick zum Verständnis, wie es dahin kam, auch hier besticht die Geschichte durch Schnörkellosigkeit. Zum Schluss eine gelungene Pointe, die dem Leser ein tiefes Verständnis in die Welt von chronisch Kranken vermittelt und gleichzeitig die emotionale Anspannung mit einem Lächeln auflöst.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte