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Spannung pur in Krimi, Thriller und Fantasy

Gewinner der Runde 2/2016

„Spannung in Krimi, Thriller und Fantasy“ - das war das Thema der zweiten Runde des Genre-Wettbewerbs 2016. Erreicht haben uns mehr als 50 Geschichten - hier finden Sie die prämierten drei Gewinnertexte!

1. Preis

Birgit Hörner

für "Nebellauf"

Urteil der Jury:

Sie läuft um zu vergessen, dann läuft sie um ihr Leben.
Die Ich-Figur in Birgit Hörners Geschichte „Nebellauf“ hat einen ihrer Schüler von der Schule verwiesen. Jetzt ist er tot, er hat sich vom Balkon gestürzt. Ist sie schuld? Nein, sie ist kein Weichei wie ihre Kollegen, die ihn schonen wollten.  Sie rennt, sie rennt davon. Dann merkt sie, dass sie verfolgt wird und der Leser hält den Atem an. Denn er weiß, jetzt ist sie dran.

Die Autorin unterbricht das Laufen, das Weglaufen, die Angst vor dem Verfolger durch Rückblicke: Dennis, der Mädchen begrapscht, Dennis, der Angst vor seinem Vater hat, wenn er erfährt, dass er von der Schule verwiesen wird, ein junger Mann in der Straßenbahn, der sie zu verfolgen scheint.
Sie wird niedergestochen, sie wehrt sich, - doch es ist nicht sie, die stirbt, es ist ihr Verfolger. Birgit Hörners Geschichte ist klug durchdacht, sprachlich versiert und von Anfang bis zum Ende ungeheuer spannend.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

2. Preis

Anathea Westen

für "Hüter alter Zeiten"

Urteil der Jury:

Vinia geht eine imposante Holztreppe nach oben, sie lauscht, aber alles ist still. Sogar die Vögel, die draußen gerade noch zwitscherten, schweigen.

In Anathea Westens Geschichte geht es um die Alten, die Vinia gewarnt haben, dieses gruslige Haus zu beteten; es geht um eine dunkle Gestalt, mit tiefschwarzem, langem Haar, eine Gestalt, die keine Augen, sondern schwarze Löcher hat. Dieses Mal können Vinia und ihr Bruder der finsteren Gestalt entkommen, aber das nächste Mal ...

„Dunkelheit“, „starrende, tote Augen“, „ein zartes Geräusch - wie ein Kleidersaum der behutsam über den Boden strich”, „eine Gestalt, die immer deutlicher wird, als würde ein Maler nach und nach Einzelheiten in seinem Werk ergänzen“ ... -  es sind die treffenden Bilder, die Anathea Westens fantastische Geschichte zu einem gespenstischen Erlebnis werden lassen. Eine wunderbar gruslige Atmosphäre, die den Leser mitreißt.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

3. Preis

Elke Schulenburg

für "Der Märchenprinz"

Urteil der Jury:

Susi liebt ihren Björn, ihren Märchenprinzen. Sie liebt ihn so sehr, dass sie ihren Job gekündigt hat, um ganz für ihn da zu sein. Sie putzt, sie kocht, sie flötet, sie lächelt - er nennt sie seine Prinzessin, umarmt sie und zerrt sie am Pferdeschwanz zum Staubsauger, wenn er Flusen findet, er schlägt ihren Kopf gegen den Spiegel, wenn er Schlieren ahnt.

Elke Schulenburgs Geschichte besticht durch die realistische Charakterisierung der Hauptfiguren. Susi ist am Ende eine Mörderin, aber hat sie nicht Recht, dass sie dieses Schwein abgestochen hat?

Diese Alltagstragödie nimmt uns gefangen. „Ich könnte ihn umbringen“ - wer hat das nicht schon einmal gedacht? Susi hat ihre Gedanken in die Tat umgesetzt. Hätte ich genauso gehandelt? Wer ist der Schuldige? Diese Fragen werden den Leser in dieser glaubwürdigen und deshalb so bedrückenden Geschichte lange beschäftigen.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte