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Leben mit Leidenschaft

Gewinner der Runde 1/2017

Für die erste Runde des Genre-Wettbewerbs sollten Geschichten oder Erzählungen, die sich mit den Themen Leben, Alltag, Liebe, Familie, Abenteuer oder Schicksal befassen, eingereicht werden. Rund 90 Teilnehmer sind der Aufforderung gefolgt und haben ihre Geschichte eingereicht!

Hier lesen Sie die fünf prämierten Geschichten! Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

1. Preis

Iris Schoell

für "Eine Runde weiter"

Urteil der Jury:

Zwei Jugendliche, Zwillinge, aus ärmlichen Verhältnissen bekommen die Chance aufs Gymnasium zu gehen. Schon baut sich die erste Hürde auf: 100 Euro Büchergeld sollen sie mitbringen. Sie wissen: Zuhause brauchen sie damit gar nicht erst anzukommen. Was nun folgt ist eine Geschichte, die halb komisch ist, halb berührend. Iris Schoell erzählt sehr lebendig in wörtlicher Rede, teils Dialekt, in erlebter Rede, in abgemildertem Jugendjargon, lässt sich total auf die Perspektive der Kinder ein. Das hat etwas erfrischend Tom-Sawyer-haftes. Besonders gut: Die Pointe!

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

2. Preis

Birgit Hörner

für "Es ist nicht, wie du denkst"

Urteil der Jury:

Kindesmissbrauch durch den eigenen Vater. Ein schwieriges und ernstes Thema, bei dem die Autorin / der Autor vor der Frage steht: Wie, verdammt, bringt man das rüber, ohne zu traurig, pathetisch oder kitschig zu werden. Das ist Birgit Hörner erstaunlich gut gelungen. Die Geschichte berührt, ohne „anzufassen“. Noch dazu beginnt sie hinterlistig normal: Eine junge Frau im Zug, die sich über das rücksichtlose Verhalten einer Person auf dem Sitz vor ihr ärgert, aber nichts dazu sagt. Dann wird eine Erinnerung ausgelöst, die Fahrt aufnimmt, wie der ICE, indem die Frau sitzt.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

3. Preis

Linda König

für "Blaue Lilien"

Urteil der Jury:

Ideal für eine klassische Kurzgeschichte: es gibt weder Zeit- noch Ortswechsel. Alles, was man wissen muss, erfährt man bei einer Autofahrt, in einem unterbrochenen Dialog.

Die Mutter liegt im Koma ohne messbare Gehirnströme, die Tochter möchte die Geräte abschalten lassen, der Sohn nicht. So viel Geschichte, so viel Gefühl auf drei Seiten findet man selten, dabei ganz ruhig. Linda König gelingt eine Gradlinigkeit des Erzählens, die sich hinter scheinbar zufälligen Handlungen und Beschreibungen tarnt. Selbsterlebt? Könnte sein, man weiß es nicht. Die Autorin erzählt schlicht, aber doch raffiniert.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

4. Preis

Wolfram Engel

für "Farben der Sehnsucht"

Urteil der Jury:

Erzählt wird eine Jugendgeschichte voll stiller Qual und Sehnsucht, voller Rücksichtnahme und Zurückstellung des Selbst. Ein Jugendlicher weiß, dass sein Vater ein schwaches Herz hat und jede Aufregung ihn umbringen kann. Doch er ist eben ein normaler Junge, der sich austoben muss – was tun? Wolfram Engel schildert diesen Konflikt einfühlsam und zugleich glaubhaft aus der Perspektive eines Jugendlichen. Eines Erwachsenen, der sich urplötzlich in das Erleben des Jungen zurückversetzt, der er einmal war. Das ist gefühlvoll beschrieben, ohne auch nur einen Augenblick lang sentimental zu werden. Der Aufbau der Geschichte ist durchdacht und geschickt, die Sprache präzise.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

5. Preis

Robin D. Albert

für "Widerwillen"

Urteil der Jury:

Die Geschichte von der menschlichen Puppe Annie, der der Besitzer Gefühle und einen eigenen Willen hat einprogrammieren lassen, damit seine Gespielin für ihn interessanter wird. Pech für ihn, dass Annie ihn nun nicht mehr will. Die Idee ist nicht neu, das hat es im Science Fiction schon mehrfach gegeben. Das Besondere an dieser Geschichte ist, wie gut Robin D. Albert sie erzählt: mit einer starken Dramaturgie, einer gepflegten, treffenden Sprache, viel Fantasie und Vorstellungskraft, was äußere und technische Details einer zukünftigen Welt betreffen. Das kommt in dieser Kombination im deutschen SF selten vor.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte