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Gewinner der ersten Runde 2019

Für die erste Runde des Genre-Wettbewerbs sollten Geschichten zum Thema "Leben mit Leidenschaft" eingereicht werden. Rund 100 Teilnehmer der Schule des Schreibens sind der Aufforderung gefolgt und haben ihre Geschichte eingereicht!

Hier lesen Sie die fünf prämierten Geschichten! Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

1. Preis

Julia Schulze

für "Das ganze Leben"

Urteil der Jury:

Glauben Sie an Omen? Nach dieser Geschichte ist man versucht, es doch in Betracht zu ziehen. Eine Lieblingstasse zerbricht – und schon kommt der Anruf, dass die Besitzerin verstorben ist. Damit zieht die Autorin uns in die Geschichte. Doch es folgt kein Grusel-Schocker, sondern eine Szene in der man erfährt, wie eng die Großmutter der Ich-Erzählerin mit der Verstorbenen verbunden war. In ein paar Strichen nur zeigt Julia Schulze ganz nebenbei die großen Unterschiede zwischen der Verstorbenen und der Großmutter. Am Ende dann eine Überraschung. Doch auch diese Überraschung ist so vollkommen nachvollziehbar, dass man von der Geschichte verzaubert ist. Atmosphärisch dicht, empathisch und überraschend.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

2. Preis

Caroline Kemps de Escalante

für "Das ist Mut"

Urteil der Jury:

Die Autorin hat eine leichte Geschichte mit einer wirklich witzigen Pointe geschrieben, die Geschichte eines Schülers, den alle für „doof“ halten, der aber in der Not eine geniale Idee hat. Wir glauben zwar nicht, dass wirkliche Lehrer Mut und Frechheit dieses Schülers mit einer guten Note bedacht hätten, aber man darf ja mal träumen – dazu sind Geschichten schließlich auch da. Unaufdringlich und gekonnt beschreibt Caroline Kemps de Escalante die Gefühle der Figur: Sie lässt uns, die Leser, mitfühlen, statt zu behaupten oder vorzuschreiben. Überhaupt ist die Sprache dieser Kurzgeschichte wunderbar klar, die Situation gut beobachtet. Schön, wie genau auch die Nebenfiguren gezeichnet sind, die Lehrerin, der Schüler, der den Helden ärgern will – alles trefflich gesehen und lebendig erzählt.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

3. Preis

Johan Ebi Schunck

für "Die Grenze"

Urteil der Jury:

„Die Grenze“ erzählt, wie ein Mann, der etwas schmuggelt, vor dem Zoll des spanischen Algeciras vor Angst schwitzt. Die Zöllner sind streng und übellaunig. Schon im Auto vor unserem Schmuggler finden sie etwas. Der Mann wird abgeführt. Beim Schmuggler steigt der Blutdruck. Jetzt erst – und das macht die Geschichte noch spannender – erfahren wir, worum es sich bei dem Schmuggelgut handelt: Um einen Flüchtling, einen Afrikaner auf dem Wagendach eines VW-Busses, denn der Flüchtling ist groß. Dann die Erleichterung, die Freude, als sie drüben sind. Dass der Fahrer dafür Geld genommen hat – nun, das ist wohl realistisch. Johan Schunck ist eine spannende, hochaktuelle Geschichte gelungen.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

4. Preis

Winfried Brandmaier

für "Sein Lächeln"

Urteil der Jury:

Dramatische Geschichte über einen Schwarzen, der im neuen, befreiten Südafrika auch keine Chancen hat. Am Anfang sieht man ihn als Pförtner eines „Wirtschaftsunternehmens“, wie er lächelt und „Guten Morgen, Sir“ sagt – am Ende erschießt er einen der weißen Fahrer. Warum, das erfahren wir in den Gedanken des Schwarzen zwischendrin. Das ist ein dramaturgisch raffinierter Schachzug. Der Leser ahnt das schlimme Ende, liest aber weiter, weil er wissen will, ob er recht hat. Und dann kommt der letzte Satz, dem man besondere Aufmerksamkeit schenken sollte, denn er ist das eigentlich Dramatische: Nichts ändert sich. Winfried Brandmaier ist politische Kurzgeschichte gelungen, die tiefes menschliches Verstehen zeigt, aber die Leser selbst urteilen lässt.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

5. Preis

Matthias Hiltmann

für "Mila"

Urteil der Jury:

Der Autor hat eine scheinbar simple Geschichte über den Tod geschrieben. Ein Kind tröstet Großmutter und Mutter nach dem Tod seines Opas. Bei näherem Hinsehen hat die Sache aber durchaus einen Haken: Es tröstet nämlich mit genau den selben hohlen Worten, mit denen man es selbst getröstet hat: Jetzt geht es ihm besser, er sieht und beschützt dich von da oben… Nur dass die Erwachsenen nicht daran glauben. Doch dann hat das Kind tatsächlich einen Trost für die Erwachsenen, so kindlich aber gleichzeitig so echt und wahr, dass es auch im Herzen der Lesenden ankommt. Eine einfache Geschichte, die es in sich hat! Schön, dass sie so gar nicht rührselig ist.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

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