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1. Preis

Jennifer Milinski

für "Jane Doe"

Urteil der Jury:

Was auch immer in seiner Vorgeschichte den Protagonisten dazu gebracht hat, obdachlose Mädchen zu vergiften, ist in dieser Arbeit nicht wirklich von Bedeutung, denn es geht um die unerbittliche Ignoranz eines Mannes, die Milinski hier als Metapher für Unmenschlichkeit durch ihre Geschichte ziehen lässt. Zudem spielt die Autorin elegant mit Andeutungen und wohl durchdachter Wiederholungstechnik. Ein Text, der uns durch seine konsequente Linie völlig überzeugt.

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2. Preis

Jutta Lange

für "Der letzte Augenblick"

Urteil der Jury:

Hass und Rachsucht - diese Zutaten eines klassischen Krimis mixt Lange in ihrem Text über einen scheiternden Mörder zu einem modernen Kurz-Krimi, der durch die kompakte Form, die spritzigen Dialoge und den trockenen Schluss ganz und gar rund geworden ist. Fein herausgearbeitete Charaktere und perfekter Spannungsaufbau geben dem Text die nötige Würze.

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3. Preis

Jörg Nimmergut

für "Der Ersatzkarpfen"

Urteil der Jury:

Zunächst entwickelt der Autor eine scheinbar harmlose alltägliche Szene: Vater und Sohn diskutieren im Plauderton die Zukunft des Jungen. Doch in den mustergültigen Dialog mischt sich die Hintergrundgeschichte - die Beschränkungen der Menschen in der DDR waren nicht nur geprägt vom Mangel an Dingen, sondern auch von der Begrenzung der persönlichen Freiheit. So führt Nimmergut den Leser mit leichter Hand in das immer aktuelle Thema deutsche Vergangenheit.

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4. Preis

Joachim Becker

für "Schmieröl"

Urteil der Jury:

Nichts ist schwerer, als die Tragikomik alltäglicher Situationen - ein Mann hat eine unerklärliche Erscheinung und geht erst einmal zum Arzt - so zu übersteigern, dass daraus ein überzeugender Science-Fiction-Plot entsteht. Dem Autor gelingt es, auf eine unvorhersehbare Pointe am Schluss hinzuarbeiten und dabei den Leser bei der Stange zu halten. Und das mit leichter Hand, spritzigem innerem Monolog und dem Entwurf einer surrealen, bedrohlichen Welt.

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5. Preis

Jasmin Kari

für "Die Taschenfreundschaft"

Urteil der Jury:

Kari liefert hier eine beeindruckende Arbeit über Mitmenschlichkeit im Alltag und darüber, dass manches Innehalten dazu führen kann, das eigene Verhalten zu überdenken und zu ändern. In diesem leisen und sprachlich fast lakonischen Text führt die Autorin den Leser direkt zu dieser Erkenntnis.

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6. Preis

Roland Fuhrmann

für "Der Vokabeltest"

Urteil der Jury:

Der Autor liefert hier eine feine Charakterstudie, mit der er das Thema Prüfungsangst gleichzeitig ironisch, humorvoll und nüchtern transportieren kann. Gekonnt verwebt er dabei plastische Schilderungen mit temporeichem inneren Monolog und überlegt eingearbeiteten Wahrnehmungen des Ich-Erzählers. Eine Arbeit, die den Leser schmunzelnd zurücklässt.

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7. Preis

Helena Melchior

für "Am Tag, als die Großmutter starb"

Urteil der Jury:

Hier erleben wir die zunächst heiteren Vorbereitungen zu einer Hochzeit, die jeder schon miterlebt hat. Melchior gelingt es über eingängige Situationsschilderungen, dieses Postkartenbild aufzubrechen. Die Hauptfigur, noch ganz im verliebten Erleben gefangen, macht die erste Erfahrung mit Verlust und Tod – und die Autorin lässt uns den schmerzhaften Schritt ins Erwachsensein mitgehen.

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8. Preis

Ferdinand Bigos

für "The first cut is the deepest"

Urteil der Jury:

Bigos erzählt mit eindringlicher und bildreicher Sprache von einer Freundschaft, deren Scheitern auch nach 30 Jahren noch unerklärlich ist. Gekonnt arbeitet er zudem mit der Technik Vor- und Rückblende und blättert so vor dem Leser eine Verbindung auf, die eigentlich nicht unterbrochen sein musste. Besonders gut gelungen sind dem Autor die Zeit- und Ortswechsel, die dem Thema Abschied Vielschichtigkeit geben.

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9. Preis

Bianca Leyrer

für "Alle Zeit der Welt"

Urteil der Jury:

Leyrer zeigt uns die klassische überforderte Berufstätige, die zunächst der Unausweichlichkeit ihrer Situation unterliegt. Dies gelingt ihr über den klaren und komödiantischen Ausdruck und die knappe Dramaturgie, die die Abwendung vom Alltag zu einer anderen Sichtweise wunderbar auf den Punkt bringen. Am Ende hat auch der Leser gelernt, dass erst „Entschleunigung“ den Kopf wieder frei macht.

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10. Preis

Stefan Sauer

für "Der Abschied"

Urteil der Jury:

Dies ist ein Text, der trotz des Themas Erlösung ganz ohne dramatische Höhepunkte auskommt und in dem sich der Autor gezielt auf den fließenden inneren Monolog eines Mannes konzentriert, der seiner Frau in den Tod folgen wird. Dabei gelingt es ihm nicht nur, die Figur plastisch zu charakterisieren, sondern auch herauszuarbeiten, wie schwer es sein kann, an einem Verlust nicht zu scheitern.

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