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1. Preis

Michael Götze-Ohlrich

für "Teneriffa"

Urteil der Jury:

Hier finden wir alle Kriterien der klassischen Kurzgeschichte vereint: direkter Einstieg, nicht mehr als drei Figuren, ein klarer Konflikt, Dialoge, die die Protagonisten charakterisieren und nicht allzu lange Beschreibungen, die das Thema „kuriose Verwicklungen“ malen, ohne es zu überfrachten. Zudem überzeugt uns diese Arbeit, weil es dem Autor mühelos gelingt, Komik und Alltagsproblematik zu vereinen; und pointierte Schilderungen lassen eine skurrile Hauptfigur entstehen.

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2. Preis

Maria Hellmann

für "Eiszeit"

Urteil der Jury:

Hellmann greift ein aktuelles Thema auf, das in Zeiten vermeintlichen Wohlstandes immer noch an der Tagesordnung ist: Wie die Hauptfigur sich angesichts eines knappen Einkommens nicht einmal einen Eisbecher gönnt, sich dabei selbst demütigt und schließlich aufgibt - das führt die Autorin dem Leser mit kompaktem Erzählstil, bestechend plastischen Beschreibungen und sensibel gestaltetem inneren Monolog vor Augen.

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3. Preis

Barbara Schuler

für "Kettenreaktion"

Urteil der Jury:

Dies ist ein auf das Wesentliche reduzierter Text, der sich ganz auf die Emotionen konzentriert, die unerfüllte Sehnsucht produzieren kann. Die Autorin verzichtet scheinbar bewusst auf alles Beiwerk: keine unnötigen Beschreibungen von Figuren und Umgebung, minimale Szenenaufbauten und verknappte Dialog. Gerade deswegen aber überzeugt diese Arbeit, denn wir bekommen ein klares Bild von einer verzweifelten Diebin, deren Gewissen sie hadern lässt.

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4. Preis

Annika Friedel

für "Partnersuche"

Urteil der Jury:

Eine verunsicherte Frau verpasst eine Verabredung mit einem Mann, weil sie sich nicht aus der Klemme zwischen anhaltenden Selbstzweifeln und selbsterniedrigender Eigenwahrnehmung befreien kann. Während sie in letzter Minute versucht, diesen inneren Konflikt mit einer Veränderung ihrer Frisur zu überwinden, gerät sie in eine Melange aus Menschen, die ihr mit ihren Hemmungen und ihrer Unfähigkeit, Probleme wirklich zu lösen, wie ein Spiegel die eigene Unzulänglichkeit vorhalten. Friedel zeigt uns mit nadelspitzer Beobachtungsgabe, dichten Dialogen und akkuraten Schilderungen einen Charakter, der unbewusst einer lebensverändernden und vermutlich positiv bereichernden Begegnung aus dem Weg geht. Die Prämisse „Verpasste Chancen sind nicht rückgängig zu machen“ hat die Autorin tragikomisch und berührend ausgeformt.

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5. Preis

Ralf Baedeker

für "Das verlassene Haus"

Urteil der Jury:

Eine ausgesprochen kompakt konstruierte Geschichte, die uns in die Depression einblicken lässt, die auch nach Jahren noch den Missbrauchsopfern zusetzt: Dies kann Baedeker in dieser Arbeit über feine Beschreibungen, die klare Bilder hervorrufen und pointierte Dialoge, die Ablehnung und Menschlichkeit zugleich ausdrücken, transportieren.

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6. Preis

Dorothee Scheurer

für "Die Straße"

Urteil der Jury:

Eine Frau bemüht sich um die Verarbeitung eines Traumas - auch nach einem Jahr hat sie noch glasklare Erinnerungen an einen Unfall. Nun gilt es, diese mit der Zeit danach zu verschmelzen, um wieder ausgelotet im Leben zu sein. Scheurer gelingt es mit einfühlsamer Sprache und reduziert auf das Wesentliche, die Zerrissenheit und Sehnsucht eines immer noch schockierten Menschen zu zeichnen. 

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7. Preis

Yvonne Fricke

für "Thailändischer Tee"

Urteil der Jury:

Die Autorin legt hier eine sehr schöne Umsetzung des Themas „Mord wegen Demütigung“ vor: Ohne Klischees und schnörkeliges Pathos zeigt sie uns eine ganz normale Ehefrau, die ein unmoralisches Geheimnis ihres Mannes entdeckt und akribisch dessen Tod plant und vorbereitet. Überzeugend an diesem Text sind der direkte Einstieg und der elegant gehaltene Spannungsbogen.

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8. Preis

Alexandra Sprenger

für "Reise zur Erkenntnis"

Urteil der Jury:

Ein trübsinniger Zeitgenosse, der aus seinem Alltagstrott durch eine verwirrte Frau herausgerissen wird - Sprenger entwirft zwei überzeichnete Figuren, die in ihrer Gegensätzlichkeit glänzen können. Diese Arbeit überzeugt vor allem durch die Technik der kompakten, schnörkellosen Darstellung, die das Absurde des Inhalts wunderbar herausarbeitet.

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9. Preis

Vera Podlich

für "Luxuria"

Urteil der Jury:

Die Autorin legt eine kleine, böse Satire in langer Form vor: mit einem Protagonisten, der seine Frau zugunsten eigenen Wohlergehens manipuliert und ausbeutet. Gewitzt, klug und schadenfroh und mit präziser Herausarbeitung der Pointe gelingt es ihr über die klare Beschreibung, den klassischen Typ des Machos dem Leser vor Augen zu führen.

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10. Preis

Ralf Schmidt

für "Tod oder Leben"

Urteil der Jury:

Dies ist ein berührender und leiser Text, in dem es um vergangene Liebe, vergebliche Loyalität und die Mühsal des Alterns und des Sterbens geht. Die Stärke des Autors zeigt sich in seiner klaren und gleichzeitig bildreichen Sprache, die eine bestechende Beschreibung einer Frau, die endlich anfängt, an sich selbst zu denken, hervorbringt.

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