Wettbewerbs-Auszeichnungen

3. Platz im Genre-Wettbewerb 2025 - Ein angemessener Preis
Urteil der Jury

Franziska Jahn entführt uns in eine Zeit, in der Schauergeschichten und die Romantik des hungernden Künstlers hoch im Kurs standen. Der Pakt mit dem Teufel, ein bekanntes Motiv dieser Literaturepoche, wird in Ein angemessener Preis auf interessante Art neu interpretiert.
Arthur, einem armen Studenten, der sich ein Zubrot mit Kurzgeschichten verdient, gehen die Ideen aus. In einem Wirtshaus begegnet er einem jungen, charismatischen Mann, der ihm anbietet, er dürfe über ihn schreiben – gegen einen Preis natürlich. Worin dieser besteht, bleibt offen, und man ahnt, dass es wohl um Arthurs Seele gehen wird, wie immer bei solchen Geschäften.
Von diesem Moment an sprudeln bei Arthur die Ideen, doch die Geschichte beginnt, auf unheimliche Weise in seine Realität einzudringen. Die Ironie dabei ist, dass Arthur selbst schuld ist an den Folgen seines Deals. Hätte er eine andere Geschichte geschrieben, wäre auch seine Geschichte anders ausgegangen. 
Franziska Jahn schenkt uns nicht nur eine unterhaltsame Variation eines bekannten Motivs, sondern auch einen Kommentar über die Macht der Geschichten, die wir uns selbst erzählen und die dazu tendieren, zu unserer Wirklichkeit zu werden, wenn wir nicht aufpassen.  

 

Ein angemessener Preis:

Arthur schlug das Notizbuch auf. Nicht auf der ersten Seite, sondern in der Mitte, denn der vordere Teil des Buches war bereits dicht mit Sätzen beschrieben. Anfänge für Geschichten sollten sie sein, doch waren Anfänge, die nirgendwo hinführten,... Kurzgeschichte lesen

Foto Franziska Jahn

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