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Gewinner der zweiten Runde 2019

Für die erste Runde des Genre-Wettbewerbs konnten Geschichten zum Thema "Spannung in Krimi, Thriller und Fantasy" eingereicht werden. Rund 60 Teilnehmer der Schule des Schreibens ihre Geschichte dazu eingereicht!

Hier lesen Sie die fünf prämierten Geschichten! Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

1. Preis

Ilse Winkler

für "Klau, schau, wem ..."

Urteil der Jury:

Ein gewiefter Dieb beobachtet in einem Supermarkt eine junge Frau mit Kind, die völlig offensichtlich Lebensmittel in ihrer viel zu großen Jacke und im Rucksack ihres Kindes versteckt. Die junge Frau hat die Detektivin nicht entdeckt, die sich an ihre Fersen geheftet hat. Sie wird auffliegen, wird Schwierigkeiten bekommen, das sieht der Dieb voraus. Er beobachtet die Szene und hat letzten Endes Mitleid mit der jungen Frau. Mit geübter „Fingerfertigkeit“ rettet er sie vor der Detektivin und erspart ihr viel Ärger.

Ein professioneller Dieb hat Mitleid mit einer unerfahrenen jungen Diebin, die er im Supermarkt beim Stehlen beobachtet. Ilse Winkler beschreibt die Szene sehr einfühlsam und in einer knappen und präzisen Sprache. Der Leser ist direkt dabei, erahnt, was der Dieb voraussieht, was unweigerlich geschehen wird. Fragt sich, ob und wie er wohl helfen kann und freut sich über das finale „Happy End“. Eine von der ersten bis zur letzten Zeile gelungene Geschichte.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

2. Preis

Florian Boecker

für "Jagd am Abgrund"

Urteil der Jury:

Ralf hat den alten Mann genau im Blick. Das Fadenkreuz seines Präzisionsgewehrs kriecht an dessen Rücken entlang. Doch noch ist es nicht so weit. Er will ihm persönlich begegnen und er schafft es, der alte Mann ist tot. Doch diesmal hat er den falschen erwischt.

Florian Boeckers Held übt Rache. Seine Tochter wurde getötet, sie wurde Opfer eines kinderpornografischen Rings. Ein schreckliches, packendes Thema, das zeigt, wie aus Gewalt immer mehr Gewalt entsteht und Unschuldige darunter leiden. Packend und emotional erzählt der Autor mit einem Sog, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

3. Preis

Melanie Günther

für "Joachim"

Urteil der Jury:

Joachim leidet unter Wahnvorstellungen, ausgelöst durch einen schrecklichen Unfall in seiner Kindheit. Er kauert auf der Straße, zwischen Autos, Balkone recken sich ihm entgegen, stürzen ein und Beton fällt auf ihn ... Jeden Tag erlebt er dieses Entsetzen und diese Panik aufs Neue.

Melanie Günthers Hauptfigur Joachim kämpft gegen seine Wahnvorstellungen an. Er stellt sich Ihnen, doch noch schafft er es nicht, alleine aus diesen rauszukommen. Aber es gibt erste Anzeichen für Hoffnung. Die Autorin schafft es, die Bilder in Joachims Kopf sehr realistisch zu zeigen. Und seinen tiefen Wunsch nach Normalität. Ein spannender und bewegender Text, der den Leser nachdenklich zurück lässt.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

4. Preis

Anathea Westen

für "Nachthunde"

Urteil der Jury:

Ein Mann ist nachts unterwegs und dringt in ein Haus ein. Er hat eine Aufgabe zu erfüllen. Er wird die alte Dame und ihren altersschwachen Terrier erlösen, wie er schon so viele erlöst hat. Doch diesmal wird er bei seiner Tat gestört ...

Anathea Westen lässt uns eine beängstigende Szene erleben. In treffenden Worten und Bildern beschreibt sie einen Mann, der völlig überzeugt davon ist, das Richtige zu tun. Die Autorin lässt uns in seine Gedanken schlüpfen, wir lernen seine Motive kennen und freuen uns am Ende mit dem alten Hund, dass der Tod den Richtigen getroffen hat. Spannend von der ersten bis zur letzten Zeile.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

5. Preis

Kristina Holler

für "Die Vogelscheuche"

Urteil der Jury:

Joshua steht vor einer Vogelscheuche, die beklemmende Gefühle in ihm weckt. Als er kurz darauf ein Foto mit ihm und seinem Bruder Jamie findet, weiß er, hier war es gewesen – genau hier war sein Bruder an ein Holzkreuz gefesselt worden, hier hatte Jamie eine Nacht ausharren müssen, ausgeliefert und völlig alleingelassen. Und er war schuld daran gewesen.

Dieser Text ist beängstigend real. Ein Mann wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, die er seit seiner Kindheit verdrängt hatte. Er erinnert sich, er leidet, doch er hat die Möglichkeit, seine Schuld wiedergutzumachen und sich mit seinem Bruder zu versöhnen. Die Autorin hat einen Text geschrieben, der den Leser mit Haut und Haaren gefangen nimmt und ihn nachdenklich zurücklässt.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte