Suche
X

Infos anfordern

Kostenlos und unverbindlich!
Frau Herr

Datenschutz

Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus.

1. Preis

Miriam Hillen

für "Im Hochbeet"

Urteil der Jury:

Ralf baut ein Hochbeet, die Nachbarin Frau Pöppelmann wird neugierig. Vor allem, weil Ralf wieder Freiwild ist, denn seine Therese ist mit dem Tanzlehrer abgehauen. Behauptet Ralf.

Ralf entledigt sich seiner untreuen Frau, gleichzeitig sitzt ihm Frau Pöppelmann auf der Pelle. Die Autorin schafft es gekonnt, ihre Leser mit Ralf mitfiebern zu lassen. Wird Frau Pöppelmann ihn entlarven? Nein, die Dame kann Ralfs Charme nicht widerstehen. Miriam Hillens Kurzgeschichte ist böse, genau beobachtet und schrecklich realistisch. Ein Text mit einem wunderbaren Ende, das die Leser dazu auffordert, die Geschichte weiterzuspinnen. Eine raffinierte Handlung, die überzeugt!

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

2. Preis

Simone Muth

für "Heimkehr"

Urteil der Jury:

Die Ich-Figur hat eine Vision. Ein Mädchen taucht vor ihr auf, es ist blass, es zeigt ihr eine furchtbare Szene, ein Platz, an dem Schreckliches passiert ist.

Simone Muths Hauptfigur entdeckt den Ort, an dem ein Mädchen ermordet wurde. Am Ende wird es beerdigt. Der Mörder wird nicht gefunden, aber das Mädchen kann endlich heimkehren.
„Heimkehr“ spielt gekonnt mit den Gefühlen der Leser. Sind die Erscheinungen der Hauptfigur real? Diese Kurzgeschichte ist glaubhaft, erschütternd und traurig, und doch gibt es am Ende Trost. Trost für die Eltern des Mädchens und Trost für die Leser. Ein gelungener Text, der Fragen im Leser aufwirft und lange nachwirkt.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

3. Preis

Kristina Holler

für "Blau und Rot"

Urteil der Jury:

Luisa, 13 Jahre alt, badet im See. Sie versucht, die roten Erinnerungen wegzubaden. Das Blut ihrer Mutter, die sich die Pulsadern aufgeschnitten hat. Das Blut des Vaters, den Luisa getötet hat.
Kristina Hollers Text ist in zwei Teile geteilt. Der erste spielt mit bildhaften Szenen, die die Leser nicht mehr loslassen. Ein Mädchen, das versucht, sich im See reinzuwaschen. Im zweiten Teil nimmt die Hauptfigur Kontakt mit einer Frau auf, die ihr am Ende helfen wird. Hier sind es die Dialoge, die bestechen. Am Ende der Geschichte bleibt Trost. Trost, dass das Leben des jungen Mädchens irgendwann wieder lebenswert sein wird. Ein eindringlicher Text!

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

4. Preis

Sabine Römer

für "Ihr dunkler Schatten"

Urteil der Jury:

Eine Frau wird bedroht. Sie hat jeden Tag Angst. Sie war bei der Polizei, ein Serienmörder geht um. Ein Mörder, der den Frauen jeweils einen Fingernagel der linken Hand abschneidet. Der Ringfinger ist diesmal dran...

Sabine Römer besticht in ihrem spannenden Text durch den Wechsel zwischen der Sicht der Frau, die bedroht wird und der des Täters, der die Frau beobachtet. Er weiß genau, wo sie sich befindet und sie weiß genau, dass er hinter ihr her ist. Am Ende hilft ihr die Polizei, der Täter wird überwältigt – der Leser atmet auf. Das Gute hat gesiegt. Eine sprachlich raffiniert geschriebene Geschichte, die den Leser bis zum Ende nicht mehr loslässt.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte

5. Preis

Silke Mahrt

für "Waldflucht"

Urteil der Jury:

Eine junge Frau wird in einer Hütte festgehalten. Zuerst gefesselt macht er sie endlich los. Sie kann entkommen, aber er folgt ihr. Der Wald, der einst ihr Freund war, wird ihr jetzt zum Verhängnis.

Silke Mahrts Szene ist ein Albtraum. Die Autorin versteht es, ihre Leser die Verfolgungsszene hautnah miterleben und miterleiden zu lassen. Bestechende Bilder und treffende Worte, die das Leid und die schreckliche Angst der Hauptfigur zeigen. Wir sind dabei, wenn die Hand des Täters die Fesseln der Frau packt, wenn er sie zu sich her schleift, sie umdreht und – wenn die Autorin den Kopf hebt und sie Applaus bekommt. Ein gelungener und lesenswerter Text, der die Leser am Ende sehr geschickt wieder in die Realität zurückholt.

Lesen Sie hier die prämierte Geschichte